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Norisring-Tücken mit Punkten in beiden Rennen gemeistert

In beiden Rennen des Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem berühmten Norsiring gelang Lukas Schreier der Sprung in die Punkteränge. Im schwierigsten Markenpokal der Welt mit 35 Startern sicherte er sich zwei Mal den 14. Platz.

Der Norisring ist mit nur 2,3 Kilometern Länge zwar der kürzeste Kurs im Rennkalender, hat aber einige Tücken und Herausforderungen parat.


Das begann schon im Zeittraining als alle 35 Starter gleichzeitig versuchten eine schnelle Runde zu fahren. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, erzählt Lukas. „Die Strecke war so voll, dass wir in der einen Haardnadelkurve fast zum stehen gekommen sind – einfach aufgrund der Masse an Autos, die versucht haben eine freie Runde zu bekommen.“ Lukas hatte Glück und fand den ein oder anderen freien Meter und sicherte sich für das erste Rennen Startplatz 11 und für das Rennen am Sontag Startrang 17. „Fast hätten wir es ins Q2 geschafft“, ärgert sich der 18-Jährige auch noch am Sonntag. „Es haben nur vier Hundertstel Sekunden gefehlt.“


Am Samstag startete Lukas mit dem Ziel in die Top 10 zu fahren ins Rennen und zu Beginn des Rennens war er auch schnell unterwegs. Doch dann blieb er hinter einigen Konkurrenten hängen. „Leider sind mir dann auch noch Fehler unterlaufen“, gibt er zu. „So konnten ein paar Konkurrenten überholen.“ Trotzdem sprang am Ende noch ein Platz in den Punkten heraus. 


Mit einem Porsche ist der Norisring nicht einfach zu bewältigen. Da die Strecke aus normalen Verkehrsstraßen besteht, haben die Piloten mit starken Bodenwellen zu kämpfen. „Im Scirocco hatten wir ABS und das hat beim Bremsen auf den Wellen sehr geholfen“, berichtet der ZaWotec Racing-Pilot. „Im Porsche war das nicht so einfach und gerade auf dem Norisring sind die Bremszonen sehr wichtig.“


Das zweite Rennen wurde vor allem vom Wetter bestimmt: Regen setzte die Strecke unter Wasser und machte die Straßenmarkierungen zu gefährlichen Rutschbahnen. Durch die Mauern entlang der Fahrbahn bleibt die Gischt über der Strecke hängen. „Am Start bin ich quasi in eine weiße Wand gefahren“, erzählt Lukas. „Irgendwann dachte ich, dass die Kurve jetzt kommen müsste und bin vom Gas.“ Trotz der widrigen Bedingungen kam Lukas durch die ersten Runden und während für einige Piloten das Rennen in der Streckenbegrenzung endete, kämpfte sich Lukas einige Positionen nach vorne. Dann stoppte auch der Regen und die Strecke begann langsam abzutrocknen. „Irgendwann war es so trocken, dass meine Regenreifen förmlich weggeschmolzen sind. Ich musste dann zwar noch um meine Position kämpfen, konnte aber den 14. Rang ins Ziel bringen.“


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