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Ein Superwochenende – Q2 erreicht und 2 mal unter den Top 10

Es war ein Wochenende nach Maß für Lukas Schreier im Porsche Carrera Cup Deutschland. Im derzeit härtesten Markenpokal der Welt gelang ihm in beiden Rennen auf dem Nürburgring der Sprung in die Top 10. Den elften Saisonlauf beendete er auf einem sensationellen sechsten Rang. Im Rennen am Sonntag überquerte er als Neunter die Ziellinie.


Wie schon am vergangenen Rennwochenende auf dem Red Bull Ring gelang Lukas auch auf dem Nürburgring der Sprung ins Qualifying 2 der 15 besten Fahrer. „Ich habe mit meinem Team ausgemacht, dass wir nur noch über die Rundenzeit sprechen, die ich brauche und nicht über die Positionen“, erzählt der ZaWotec Racing Pilot. „Dann meinte mein Ingenieur, dass die nächste Runde etwas schneller sein müsste. Ich habe zwar richtig Gas gegeben, war aber trotzdem ein Zehntel langsamer und total enttäuscht, dass ich es anscheinend nicht ins Q2 geschafft habe. Als ich dann Platz sechs über Funk hörte, musste ich mehrfach nachfragen, ob ich mich verhört habe.“ Im zweiten Qualifyingteil sicherte er sich die Position 12.

Im Rennen am Samstagnachmittag war dann das Glück auch einmal auf Lukas´ Seite. Nur wenige Kurven nach dem Start kam es in der Mercedes-Arena zu einem heftigen Unfall. Lukas schaffte es noch innen vorbei und kam ohne Beschädigungen davon. Nach einer kurzen Safetycar-Phase wurde das Rennen unterbrochen, um Fahrzeuge und Piloten zu versorgen. „Ich hatte wirklich Glück, dass ich noch vorbeigekommen bin und ich bin auch froh, dass niemand ernsthaft verletzt wurde“, so Lukas. Nach einer halbstündigen Unterbrechung konnte das Rennen wieder aufgenommen werden – mit Lukas auf Position sechs! „Ich habe mir anschließend einen tollen Zweikampf mit Philipp Eng geliefert“, erzählt Lukas. „Wir sind nebeneinander durch fünf Kurven gefahren. Dann wurde mir die Sache doch zu heiß und ich habe nachgegeben. Die Punkte waren mir in diesem Moment wichtiger.“ So überquerte er als Siebter die Ziellinie. Da später gegen einen Konkurrenten noch eine Zeitstrafe verhängt wurde, erreichte Lukas Rang sechs.

Nach dem Unfall am Samstag konnten einige Piloten einen Tag später nicht an den Start gehen und Lukas rückte in der Startaufstellung auf den zehnten Platz vor. In den ersten 5 Runden war Lukas Teil einer Viererkampfgruppe, in der es ordentlich zur Sache ging. „Aber es hat auch viel Spaß gemacht“, so der 19-Jährige. „Mit den Top-Piloten zu kämpfen ist einfach genial. Sie machen keinen dummen Aktionen und haben immer alles im Blick.“ Im Zweikampf mit Michael Ammermüller bekam er dann allerdings doch einen Schlag auf sein linkes Vorderrad und die Spur verstellte sich. „Das Lenkrad stand schief und ich brauchte einige Runden bis ich mich daran gewöhnt hatte.“ Trotzdem gelang ihm mit Rang neun eine weitere Platzierung in den Top 10. Damit konnte er auch seinen zweiten Platz in der Rookie-Gesamt-Wertung festigen. „Das war ein sensationelles Wochenende“, freut sich Lukas. „Wir sind wieder ins Q2 gekommen und dieses Mal ist auch das erste Rennen mal gut gelaufen. So kann es nach der Pause weitergehen.“

Lukas macht nun eine Woche Urlaub, um die Batterien wieder aufzuladen. Ab dann geht es Schlag auf Schlag: Am ersten September-Wochenende startet er beim 24h-Rennen in Barcelona auf einem Porsche 997 GT3 Cup in der Langstreckenversion. Vom 12.-14. September werden die Läufe 13 und 14 des Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem Lausitzring ausgetragen. Nur eine Woche später geht es auf dem Sachsenring weiter.


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