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Lukas Schreier kann bei Sprint- und Langstreckenrennen überzeugen

Lukas Schreier etabliert sich im Porsche Carrera Cup Deutschland immer mehr in der Spitzengruppe. Auf dem Lausitzring fuhr Lukas in die Punkteränge. Am Samstag sicherte er sich nach unverschuldeten Kollisionen noch den 15. Platz. Am Sonntag gelang ihm mit Rang sieben wieder der Sprung in die Top 10 des härtesten Markenpokals der Welt.


Am Samstag machten schlechte Witterungsbedingungen einem normalen Tagesablauf einen Strich durch die Rechnung. Wegen tiefhängenden Wolken hätte der Rettungshelikopter bei einem Zwischenfall keine Startfreigabe bekommen und somit durfte auch kein Rennwagen auf die Strecke. Qualifying und Rennen wurden immer weiter nach hinten verschoben. Am Nachmittag war es endlich soweit und Lukas konnte ins Zeittraining starten. „Nachdem wir stundenlang gewartet hatten, ging plötzlich alles ganz schnell“, erzählt der ZaWotech Racing-Pilot. „Innerhalb weniger Minuten mussten wir raus.“ Allerdings war die Strecke noch nass und alle setzten auf Regenreifen. „Die sind leider nur auf einer Runde schnell und bauen dann rapide ab“, erklärt Lukas. „Vier Minuten vor Schluss wollte ich nochmal raus, doch dann wurde mit roter Flagge abgebrochen. Aber mit den Startplätzen zehn und neun konnte ich dennoch sehr zufrieden sein.“


Auch das erste Rennen musste aufgrund des Wetters verschoben werden und fand erst um 18 Uhr abends statt. Lukas kam von seinem zehnten Platz gut weg, musste aber in der ersten Kurve einem Unfall ausweichen. „Da ich nur über Gras ausweichen konnte, waren meine Reifen kalt und dreckig, was mich ein paar Positionen gekostet hat“, so der 19-Jährige.“ Doch es kam leider noch schlimmer. Als Lukas seine Position gegen Nicki Thiim verteidigen wollte, krachte ihm dieser ins Heck und drehte den Porsche von Lukas. Zudem konnte ein Konkurrent nicht mehr rechtzeitig bremsen und erwischte ihn an der Tür. „Später wurde ich nochmal abgeräumt und mein Porsche war endgültig verzogen. Ich war froh, dass ich trotzallem wenigstens noch einen Punkt holen konnte.“


Umso besser lief es dann am Sonntag: das Rennen konnte normal gestartet werden und Lukas konnte direkt am Start ein paar Positionen gutmachen. Allerdings traf er wieder auf Nicki Thiim – dieses Mal zum Glück nur mit kleinen Beschädigungen. In den folgenden Runden konnte er sich von seinen Verfolgern absetzen und den siebten Platz stabilisieren. „Doch dann kam das Safetycar und der ganze Vorsprung war dahin. Zudem fiel auch noch mein Funk aus“, erzählt Lukas. „Während das Safety Car draußen war, fing es plötzlich im hinteren Teil der Strecke heftig an zu regnen.“ Das hatte die Rennleitung allerdings nicht mitbekommen und gab das Rennen zunächst wieder frei. Als es schließlich über der gesamten Strecke regnete, kam zunächst wieder das Safety Car bis die Rennleitung den Lauf wenig später endgültig abbrach. „Der siebte Platz ist super und ich fuhr als bester Rookie über die Ziellinie.“


Mit dem Ergebnis des Wochenendes festigt Lukas seinen zweiten Platz in der Rookie-Wertung. In der Gesamtwertung hat er nun den 19. Rang von 32 Piloten inne. In den vergangenen acht Rennen konnte der Zawotech-Pilot sieben Mal punkten. Bereits in einer Woche geht es auf dem Sachsenring mit den Läufen 15 und 16 weiter.


In Barcelona bestritt Lukas sein erstes 24h-Rennen zusammen mit ZaWotec Racing und den Piloten Marko Klein, Daniel Uckermann und Jürgen Daum. Lukas bestritt das Qualifying und brachte das Team mit dem achten Rang in eine sehr gute Ausgangsposition für das Rennen. Den Start fuhr sein Teamkollege Marko und fuhr den Porsche 997 GT3 Cup in der Langstreckenversion schnell auf den fünften Rang vor. Doch dann gab es Probleme mit dem Getriebe und Marko musste die Box ansteuern. Das Getriebe wurde aus- und wieder eingebaut, da man ein Ventil als Verursacher des Problems identifiziert hatte. Nach der Reparatur fuhr Lukas das Rennen weiter bis er nach knapp 40 Minuten wieder die Box ansteuern musste. Dieses Mal entschied das Team, das Getriebe zu tauschen. Als sie wieder ins Rennen eingriffen, hatte ZaWotec von den ersten drei Renn-Stunden nur eine auf der Strecke absolviert. Doch Aufgeben kam trotz der 40 Runden Rückstand nicht in Frage. Mit sensationellen Zeiten arbeiteten sie sich wieder ran und es gelang ihnen noch mehr. ZaWotec-Racing und Lukas sicherten sich den dritten Rang in der Cup-Porsche-Wertung. „Ich war überglücklich: wir hatten durchgehalten und noch den Sprung aufs Podium geschafft“, freut sich Lukas auch noch eine Woche später. „Mit unseren Zeiten waren wir immer wieder schneller als die GT3-Boliden.“ Nach diesem Erfolg wird Lukas gemeinsam mit Zawotec-Racing in den nächsten Monaten das 12h-Rennen in Budapest und das 24h-Rennen in Dubai bestreiten.

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