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Lukas Schreier: Das Beste kommt zum Schluss

Niemals aufgeben! So hieß die Devise für Lukas Schreier für die letzten beiden Saisonrennen des Porsche Carrera Cup Deutschland auf dem Hockenheimring. Von den Startplätzen 16 und 21 schaffte der ZaWotec Racing-Pilot jeweils den Sprung in die Top 10!

Mit den Plätzen neun und zehn erlebte er sein bestes Wochenende im Porsche. Seine erste Saison im härtesten Markenpokal der Welt beendete Lukas in der Rookie-Wertung auf dem zweiten Rang und in der Gesamtwertung auf Platz 16.


„Ein Kampf mit dem Auto“ – so beschrieb Lukas das Qualifying. „In den Rennen zuvor, ist es uns leicht gefallen, ins den zweiten Qualifyingteil zu kommen. Aber dieses Mal ging nichts. Es war sehr schwer, das Auto am Limit zu bewegen und der minimalste Fehler wirkte sich verheerend auf die Rundenzeit aus.“ So musste er sich mit den Startpositionen 16 und 21 zufrieden geben. Das bedeutete für ihn, dass er die ersten Runden mitten im 36 Fahrzeuge starken Feld überstehen musste. 


Wegen der besseren Startposition für das Rennen am Samstag entschied er sich die neuen Reifen aufzuziehen, die er durch seinen Nicht-Einzug ins Q2 gespart hatte. Genau die richtige Entscheidung, denn Lukas war von den ersten Metern an schnell unterwegs und konnte einige Konkurrenten überholen. Auch das Glück war auf seiner Seite – als sich ein Konkurrent vor ihm dreht, kann er bei Tempo 200 gerade noch ausweichen. „Ich habe den Dreher weit vorher gesehen und hatte deshalb sehr lange Zeit mich zu entscheiden. Ich entschied mich dazu voll auf dem Gas zu bleiben. Es war sehr riskant da ich schon an die 200 gefahren bin und nur 10cm zum Totalschaden fehlten, wenn ich allerdings vom Gas gegangen wäre, hätte ich wahrscheinlich viele Plätze verloren“, erinnert sich Lukas. „So konnte ich einige Positionen gutmachen.“ In den weiteren Runden arbeitete er sich durch starke Rundenzeiten und spektakuläre Kämpfe bis auf den neunten Rang vor. Den hatte er auch inne, als das Rennen nach einem Unfall mit roter Flagge abgebrochen wurde.


Im Rennen am Sonntag hatte Lukas erneut das Glück auf seiner Seite. Auf der Strecke passierten heftige Unfälle, von denen er zum Glück verschont bleibt. Allerdings halfen ihm die daraus resultierenden Safetycar-Phasen zusätzlich. „Ich hatte die gebrauchten Reifen drauf und durch die langsamen Fahrten hinter dem Safetycar konnten diese immer wieder abkühlen. In den vier oder fünf Runden die immer wieder im Renntempo gefahren wurden, konnte ich dann genauso attackieren wie alle anderen.“ So gelang es ihm sensationelle elf Positionen gutzumachen. Nach einem schweren Unfall wurde auch das letzte Saisonrennen mit roter Flagge vorzeitig beendet und Lukas auf Rang zehn gewertet. „Einerseits war ich froh, da ich nicht wusste wie sich meine Reifen entwickelten; andererseits war ich zum Zeitpunkt des Abbruchs ziemlich schnell und konnte auf die Kampftruppe vor mir aufschließen und hätte da vielleicht noch ein wenig mitmischen können!“


„Ich bin mit meiner ersten Saison extrem zufrieden“, zieht Lukas nach 18 Rennen sein Fazit. „Meine Leistungskurve ging klar nach oben und in den letzten Rennen war ich ständig in den Top 10. „Die ersten Rennen waren sehr schwer, aber das war in so einer starken Serie auch zu erwarten. Trotzdem haben das Team und ich uns stark weiterentwickelt und konnten uns deutlich steigern.“ 

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