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Lukas Schreier: Einstand nach Maß

Lukas Schreier erlebte einen ereignisreichen  Einstand im Porsche Sports Cup Endurance. Zusammen mit seinem Teamkollegen Bertram Hornung sicherte er sich einen sensationellen ersten Platz in der Klasse und den zweiten Gesamtrang. Lukas hatte nach einem technischen Problem zur Mitte des Rennens mit einer starken Aufholjagd den Porsche 997 GT3 Cup wieder an die Spitze gebracht.

Das Freie Training am Samstagmittag nutzte Lukas, um sich wieder auf den Porsche 997 einzustellen und war deswegen nur mit alten Reifen unterwegs. „Es war gut, dass ich die Zeit hatte mich umzugewöhnen“, berichtet Lukas. „Vor allem muss ich jetzt wieder mit dem rechten Fuß bremsen. Das habe ich über ein Jahr nicht mehr gemacht.“ Einen Tag später stellte er den Porsche im Qualifying auf den vierten Startplatz und bestritt am Nachmittag auch den Start.

Bereits nach der ersten Runden lag er auf dem ersten Rang musste aber einen Porsche GT3 R ziehen lassen, da dieser in einer anderen und schnelleren Klasse unterwegs ist. „Wenn ich zu sehr verteidigt hätte, hätte ich mir nur die Reifen zerstört“, erklärt Lukas, der im Anschluss seinen Stint ohne weitere Aufregungen beendete und den Porsche an seinen Teamkollegen Hornung übergab.

Allerdings schlugen zwei Runden später bei allen die Herzen um einiges schneller. Hornung meldete, dass das Fahrzeug kein Gas mehr annimmt und Leistung fehlt. „Wir konnten sofort hören, dass etwas nicht stimmt als er in die Box kam“, so Lukas. „Wir dachten alle, dass für uns das Rennen gelaufen ist, als plötzlich einer der Mechaniker entdeckte, dass sich ein Zündkerzenstecker gelöst hatte.“ Stecker wieder befestigt, Fahrer wieder rein ins Auto und weiter ging es auf Platz 14.

Nach 50 Minuten kam das Feld für die obligatorische, 15-minütige Tank- und Reifenwechsel-Pause an die Box. Im Anschluss wird das Rennen wieder mit dem üblichen Startprozedere aufgenommen. Lukas saß wieder am Steuer und fuhr den Start seines Lebens. Nach der ersten Kurve lag er bereits auf Platz fünf und nach der ersten Runde auf drei. „Keine Ahnung wie ich das von Rang 14 aus geschafft habe“, freut sich Lukas. „Es hat einfach alles gepasst.“ In der dritten Runde konnte er sogar Platz zwei übernehmen und übergab den Porsche auf dieser Position wieder an Hornung. Der brachte den zweiten Gesamtrang und den ersten Platz in der Klasse sicher nach Hause.

Das nächste Rennen im Porsche Sports Cup Endurance wird am 19. Juli auf dem österreichischen Red-Bull-Ring ausgetragen. Zuvor startet Lukas beim 24h-Rennen auf dem französischen Circuit Paul Ricard am 11. und 12. Juli.

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