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Gesamtsieg für Lukas Schreier

Der Kampf um die Meisterschaft im Porsche Sports Cup Endurance blieb spannend bis zum letzten Rennen. Lukas Schreier und sein Teamkollege reisten als Gesamtzweite zum Saisonfinale auf den Hockenheimring. Dort ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen und sicherten sich im Porsche 997 GT3 Cup den Titel.

Lukas ließ es am Testtag und im Freien Training ruhig angehen. „Wir kennen alle den Hockenheimring und wissen, wie wir unser Auto abstimmen müssen“, erklärt Lukas. „Wir haben nur noch ein paar kleine Anpassungen vorgenommen und den Fahrerwechsel geübt.“ Entspannt startete Lukas ins Qualifying am Sonntagmorgen und legte die schnellste Zeit vor. Allerdings konnten sich später zwei Konkurrenten, darunter auch der direkte Gegner um den Gesamtsieg noch vor ihn setzen. „Aus rein psychologischer Sicht wollte ich doch noch ganz nach vorne kommen und bin auf einem neuen Satz Reifen raus gefahren. In der ersten Runde konnte ich meine Zeit bestätigen und auf der zweiten Runde musste ich mehrere Konkurrenten überholen. So blieb es bei meiner Zeit.“ Doch auch dieser Umstand sorgte nicht für Unruhe. „Wir hatten allerdings die Strategie für das erste Rennen geändert und mein Partner ist den Start gefahren, da ich mit gebrauchten Reifen besser zurecht komme und so gegen Ende des Rennens noch einiges ausrichten kann“, so der 20-Jährige. „Die Strategie ist super aufgegangen und wir konnten uns den Klassensieg sichern.“ Das bedeutete auch den Sprung an die Tabellenspitze - der Titel lag damit in greifbarer Nähe! Den Start zum zweiten Rennen fuhr wieder Lukas und der konnte sich gleich vor den Titelkonkurrenten Kaiser setzen. Doch ein heftiger Unfall sorgte zunächst für eine Safetycar-Phase und dann für einen Rennabbruch. Erst über eine Stunde später konnte das Rennen wieder gestartet werden – nach alter Startreihenfolge. „Das war im ersten Moment natürlich nicht so schön für uns, da wir nun wieder hinter unserem Titelkonkurrenten lagen. Doch trotz der langen Pause hatte ich meine Konzentration wieder voll aufbauen können und schnappte ihn mir erneut am Start.“ Ein kleinerer Unfall sorgte kurz vor Öffnung des Boxenstoppfensters für eine weitere Safetycar-Phase. Als die Boxengasse öffnete, kam Lukas auf Platz drei liegend sofort zum Fahrerwechsel. „Dadurch rutschten wir auf den zweiten Platz nach vorne“, berichtet Lukas. „Die Rennleitung entschied zudem, dass Rennen frühzeitig hinter dem Safetycar zu beenden, da es zu dunkel wurde. Damit hatten wir den Gesamtsieg in der Tasche Das haben wir dann noch vor dem Podium ordentlich gefeiert!“ Damit geht eine Saison, die für Lukas schwierig begonnen hatte, sehr erfolgreich zu Ende. „Der Wegfall eines Sponsors hat uns im ersten Moment zurückgeworfen. Doch wir haben das Beste daraus gemacht: Den Gesamtsieg im Porsche Sports Cup Endurance und den zweiten Platz beim 24h-Rennen in Le Castellet“, blickt Lukas auf die Saison 2015 zurück. Doch nach der Saison ist vor der Saison und so sind bei Lukas die Planungen und Gespräche schon in vollem Gange. „So wie es bisher aussieht, werde ich im kommenden Jahr im ADAC GT Masters an den Start gehen“, verrät der Student.

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