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Lukas Schreier: Schwieriges Wochenende in der Steiermark

Bei den Läufen sieben und acht auf dem österreichischen Red Bull Ring kämpfte das Team Aust Motorsport um Lukas Schreier mit stumpfen Waffen. Das zweite Rennen am Sonntag beendete Lukas immerhin noch auf dem elften Rang und konnte so zumindest für die Rookie-Wertung wichtige Punkte sammeln.

Schon am Donnerstag war nach der sieben Wochen langen Sommerpause des ADAC GT Masters ein Großteil der Teams zum testen auf dem Red Bull Ring unterwegs. Lukas und sein Teamkollege starteten mit einem guten Gefühl ins Wochenende: „Wir waren am Donnerstag im Vergleich zu den anderen Audis echt gut unterwegs. Wir waren noch nie so nahe an den Top-Audis wie hier“, beschreibt Lukas den Donnerstag. Während den freien Trainings am Freitag war jedoch das erste mal die Ernüchterung  im Audi-Lager groß; aufgrund der so genannten BoP hatten die Audis auf einer Leistungsstrecke wie dem Red Bull Ring keine Chance gegen die Drehmomentstarken Bentleys, Mercedes und Corvettes. Balance of Performance ist ein System, dass über zwei Stellschrauben (Zusatzgewichte und Luftmengenbegrenzer) versucht, alle unterschiedlichen Fahrzeuge aneinander anzugleichen. „Nachdem in beiden Trainings die drei Bentleys auf den ersten drei Positionen waren und nur ein Audi unter den ersten zehn, sollte jedem klar geworden sein, dass das System hier nicht funktioniert.“

Trotzdem versuchte das Team am Samstag im Qualifying das Beste aus der Situation zu machen, verschätzte sich aber bei der Strategie. Lukas wartete 7 Minuten in der Box bevor er auf die Strecke ging um seine optimale Runde gegen Ende der 20 Minuten zu fahren. Leider wurde das Qualifying zweimal abgebrochen und alle mussten zurück in die Boxengasse. „Die Rot-Phasen kamen immer kurz bevor ich zu meiner Runde ansetzen wollte, somit konnte ich keine einzige schnelle Runde fahren“, berichtet Lukas enttäuscht.
Im Rennen zeigte Lukas trotz allem eine gute Leistung und überholte Konkurrent um Konkurrent. Die aggressive Fahrweise forderte allerdings kurz vor dem geplanten Fahrerwechsel ihren Tribut. Der von Lukas pilotierte Audi R8 LMS stieß bei einem weiteren Überholversuch mit einem anderen Audi zusammen, was einen Aufhängungsschaden verursachte und das Ende des Rennens bedeutete.

Am Sonntag platzierte sich Lukas´ Partner auf dem 21. Rang und stand somit in einem Audi-Pulk bestehend aus sieben von insgesamt zehn Fahrzeugen. Nur die beiden Audis eines Teams standen beide unter den Top acht, was im Fahrerlager große Fragen aufwarf. Im Rennen lief es durchwachsen und Lukas übernahm das Auto so früh wie möglich um Positionen gut zu machen. Beim Fahrerwechsel verdrehten sich allerdings die Gurte und das ganze Prozedere dauerte fast doppelt so lange, wodurch das Team fast 30 Sekunden verloren hatte. Zurück auf der Strecke war Lukas dann letzter, zeigte aber eine fulminante Aufholjagd und kämpfte sich in den letzten 15 Minuten bis auf Rang 14 vor.

Nach dem Rennen wurden die beiden ungewöhnlich schnellen Audis von den technischen Kommissaren untersucht und aufgrund von Unregelmäßigkeiten am Motor disqualifiziert, wodurch Lukas noch auf Rang elf gewertet wurde und somit dritt schnellster Audi war.

Die Läufe neun und zehn des ADAC GT Masters finden vom 05. Bis 07. August auf dem Nürburgring statt. „Am Nürburgring sollte die BoP hoffentlich besser für uns ausfallen und wir können wieder ernsthaft um Top-Platzierungen kämpfen.“

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